Wenn man das Wort „Weihnachten“ hört, denken die meisten von uns wohl sofort an den Weihnachtsbaum, der in den meisten Kulturen als das wichtigste Symbol für Weihnachten gilt.
In unseren diesjährigen vorweihnachtlichen Grüßen haben wir uns daher etwas näher mit dem Weihnachtsbaum befasst. Schauen wir uns gemeinsam die interessantesten Interpretationen dieses Weihnachtssymbols an, die in den letzten Jahren öffentliche Plätze auf der ganzen Welt geschmückt haben.
1. USA – New York
Im berühmten New Yorker Rockefeller Center wird bereits seit 1931 der Weihnachtsbaum beleuchtet, und seit 1951 wird diese Show live in die ganze Welt übertragen. Der dortige Baum gilt jedes Jahr als einer der prächtigsten. So handelt es sich beispielsweise um eine 75 Jahre alte, 22 Meter hohe norwegische Fichte, die mit 50.000 Lichtern geschmückt ist und an deren Spitze ein riesiger Stern aus 3 Millionen Swarovski-Kristallen leuchtet.
Das Kaufhaus Galeries Lafayette in Paris beeindruckt jedes Jahr die Besucher mit seinem originellen Weihnachtsbaum, und das nicht nur wegen der prächtigen Dekoration aus Millionen von Swarovski-Kristallen. Er hängt nämlich ungewöhnlicherweise von der Kuppel dieses 100 Jahre alten Jugendstilgebäudes herab, und dank der balkonartigen Anordnung des Einkaufszentrums ist er von allen Seiten zu sehen, unabhängig davon, auf welcher Etage man sich gerade befindet.
Die Weihnachtsfeier auf dem Trafalgar Square findet seit 1947 statt. Die Fichte wird London jedes Jahr von der norwegischen Hauptstadt Oslo als Dank für die Unterstützung geschenkt, die Großbritannien Norwegen während des Zweiten Weltkriegs gewährt hat. Großbritannien gewährte damals unter anderem dem norwegischen König Haakon, seinem Sohn Olaf und der norwegischen Regierung Asyl. Als Teil der Tradition besucht der Bürgermeister von Westminster im Spätherbst Oslo, um an der Fällung des Baumes teilzunehmen, und im Gegenzug zündet der Bürgermeister von Oslo den Baum in London während der Weihnachtszeremonie feierlich an. Die norwegische Fichte wird stets nach norwegischer Tradition mit vertikaler Beleuchtung geschmückt.
Das weihnachtliche Melbourne beherbergt jedes Jahr den größten Weihnachtsbaum der südlichen Hemisphäre. Der Baum ist höher als ein zweistöckiges Haus und erlangte weltweite Bekanntheit durch seine ungewöhnliche Gestaltung – er besteht aus eineinhalb Millionen LEGO-Steinen. Es lohnt sich, den Baum tagsüber zu besichtigen, aber auch nachts sieht er sehr interessant aus.
Italien, die Wiege der europäischen Architektur, bleibt auch zu Weihnachten seinem weltweiten Ruf und seiner Originalität treu. Anhänger traditioneller natürlicher Nadelbäume werden vielleicht kaum Verständnis dafür aufbringen können, doch Liebhaber und Fans moderner Kunstwerke wird dieser venezianische Baum sicherlich begeistern. Er wurde von der Firma Mureto hergestellt, die für seine Konstruktion mehrere hundert farbige Glasröhren verwendet hat.
Der Weihnachtsbaum in Litauen erinnert an ein märchenhaftes Waldhäuschen, vielleicht für Elfen oder Feen. Kurz gesagt, er weckt die Fantasie eines jeden, der sich dieses originelle Weihnachtskunstwerk ansieht. Zur Dekoration der mit lebenden Zweigen bedeckten Baumkonstruktion wurden 23 Laternen, 13 Fenster und 6 Balkone aus litauischem Holz verwendet. Am Abend wird er von mehr als 50.000 Lichtern und 3.200 Metern Lichterkette beleuchtet.
In Lissabon hat man sich entschieden, die Natur zu schonen, und den Weihnachtsbaum auf dem dortigen Platz Plaza Dom Pedro im Stadtzentrum auf eigene Weise gestaltet. Eigentlich handelte es sich nur um eine kegelförmige Eisenkonstruktion, über die riesige Lichterbänder gespannt wurden. Der große Weihnachtsstern an der Spitze fehlte jedoch nicht, sodass die Illusion eines Weihnachtsbaums dennoch perfekt war.
Das brasilianische Rio de Janeiro ist stolz auf seine Weihnachtstradition, zu der Touristen aus aller Welt anreisen. Der hiesige Weihnachtsbaum schwimmt nämlich auf der Lagune Rodrigo de Freitas. Dieser künstliche schwimmende Baum wurde in Rio erstmals 1996 aufgestellt. Seine feierliche Beleuchtung wird jedes Jahr zu einem der größten Ereignisse der Stadt und zieht beispiellose Aufmerksamkeit auf sich.
Die Weihnachtsmärkte in der estnischen Stadt Rakvere schmückte ein sehr extravaganter Weihnachtsbaum, der definitiv nichts mit Nadeln und Zweigen zu tun hat. Dieses originelle zwölf Meter hohe Kunstwerk schufen Tischlerlehrlinge und verwendeten dafür 121 farbige Glasplatten in einem Holzrahmen.
10. Tschechische Republik – Prag
Im Rückblick auf die oben genannten kreativen, oft geradezu verrückten Weihnachtsbräuche in der Welt haben die Weihnachtsfeierlichkeiten in Prag einen ganz konservativen Charakter im Geiste der Traditionen und der Liebe zur Natur. Vielleicht werden die Märkte im Zentrum unserer Hauptstadt gerade deshalb als einige der schönsten in Europa bezeichnet. Der Weihnachtsbaum auf dem Altstädter Ring in Prag ist daher ebenfalls klassisch, lebendig und duftend, geschmückt mit glitzernden Ornamenten und Hunderten von Lichtern.
Wir wünschen Ihnen schöne Weihnachten und möge Ihr Weihnachtsbaum der schönste sein!
Ihr Magniflex







